- Betroffene Zonen klar abgrenzen
- Zugang über Etagen mitdenken
- Schutzbedarf frühzeitig festlegen
- Laufwege für Material berücksichtigen
- Aufwand sachlich einordnen
Ruß, Rauch & Brandgeruch beseitigen – Landshut
In Landshut stammen rund 7 % der Wohngebäude aus der Zeit vor 1919 (vor 1949: 15 %); 581 Gebäude stehen unter Denkmalschutz – alte Bausubstanz verlangt bei Brand- und Rußsanierung besondere Sorgfalt.
Zunächst zählen betroffene Räume, belastete Flächen und angrenzende Bereiche. Bilder aus den betroffenen Zonen erleichtern die erste Einordnung.
Geordnet und besonnen vorgehen
Bei einem Großbrand an der Altdorfer Straße in Landshut waren für 71 Stunden alle neun Landshuter Löschzüge gleichzeitig im Einsatz, das erste Mal seit 2006. Zu den Nachbarorten zählen Kumhausen, Altdorf und Ergolding.
Für eine erste Planung werden betroffene Räume, Ruß- und Rauchbelastung, Schutzanforderungen und die Ablaufkoordination neutral erfasst. Relevant sind außerdem Leitungsführung, Schachtzugänge, zugängliche Abschnitte der Versorgungsleitungen sowie die Freihaltung von Arbeitsbereichen. Bei der Einordnung des Aufwands spielen auch Löschwassereintrag, Restfeuchte und der Zustand angrenzender Bauteile eine Rolle. Für die Organisation sind Zugang über Treppenhaus und Etagen, mögliche Abstellflächen, Laufwege für Material sowie die Trennung der Arbeitszonen wichtig. So bleibt die Abstimmung nachvollziehbar und einzelne Etappen können klar vorbereitet werden. Kurz klären:

Das bringt ein geordnetes Vorgehen
Eine klare Reihenfolge sichert Werte und hält den Schaden beherrschbar – passend zum Schadensbild.
- Fettige Beläge gezielt erfassen
- Dunstabzug als Schadenspfad prüfen
- Warme Luftströmungen berücksichtigen
- Geruchsquellen systematisch eingrenzen
- Anhaftungen auf Oberflächen bewerten
- Trockenen und fettigen Ruß unterscheiden
- Haftende Filme gesondert behandeln
- Mehrere Reinigungsdurchgänge einplanen
- Empfindliche Oberflächen vorher prüfen
- Geruchsbelastung zusätzlich bewerten
Von der Aufnahme zum Sanierungsplan
Fünf Schritte – ernst genommen, dokumentiert und mit der Versicherung abgestimmt.

Flächen für Wiederaufbau vorbereiten
Nach Reinigung und Trocknung werden tragfähige Untergründe, Kanten und Übergänge für die weiteren Arbeiten vorbereitet.

Putz- und Malerarbeiten abstimmen
Beschädigte Oberflächen werden in der passenden Reihenfolge ergänzt, geschlossen und für den Endanstrich angleichen vorbereitet.

Einbauten wieder montieren
Nach fertigen Oberflächen werden demontierte Bauteile, Abdeckungen und feste Einbauten schrittweise erneut eingesetzt.

Endstände technisch kontrollieren
Zum Abschluss der Wiederherstellung werden Oberflächen, Anschlüsse und Übergänge auf Ausführung und Vollständigkeit geprüft.

Dokumentation und Übergabe
Die fertigen Leistungen werden zusammengefasst und mit den festgehaltenen Projektständen übergeben.
So gelingt die erste Einschätzung
Schon wenige Angaben reichen für eine fundierte erste Rückmeldung.
- 8–12 Fotos aus betroffenen Räumen bereithalten
- Zugang über Treppenhaus und Etagen kurz beschreiben
- Zeitfenster, Schutzbedarf und Arbeitsbereiche notieren
Wovon der Aufwand abhängt
Wir schätzen qualitativ aus dem Schadensbild, nicht pauschal.
Qualitativ – ohne PreisangabenGrundlagen
- Größe der betroffenen Flächen
- Zugang über Treppenhaus und Etagen
- Restfeuchte in Bauteilen
- Schutz- und Abschottungsaufwand
- Reihenfolge der Folgegewerke
Kleinbrand
- Fettige Rückstände auf Oberflächen
- Reinigung von Luftwegen und Hauben
- Geruchsbindung in angrenzenden Bereichen
- Zusätzliche Demontage kleiner Einbauten
- Mehrere Reinigungsstufen nötig
Rußentfernung
- Fettiger oder trockener Ruß
- Empfindlichkeit der betroffenen Materialien
- Anzahl der Reinigungsdurchgänge
- Chemische oder trockene Verfahren
- Kontrolle von Restbelastungen
Sichern hat Vorrang
Schutz von Personen und Werten steht vor jedem Reinigungsschritt.

Arbeitszonen werden mit Staubschutzwänden und Folien klar abgeschottet. So bleiben belastete und saubere Bereiche getrennt.
Rußpartikel werden innerhalb der eingerichteten Schutzzonen gehalten. Übergänge werden dabei dicht ausgeführt und regelmäßig kontrolliert.
Nicht betroffene Räume erhalten Abdeckungen an Zugängen, Bodenflächen und sensiblen Oberflächen. Das reduziert Einträge entlang der Laufwege.
Zwischen kontaminierten und sauberen Bereichen werden saubere Übergänge organisiert. Besonders bei Treppenhaus- und Etagenzugang bleibt die Wegeführung dadurch kontrollierbar.
Gut zu wissen
Projektunterlagen geordnet übermitteln
Bitte senden Sie Bilder sowie Eckdaten zu Umfang, Zugang und Zeitrahmen des Projekts.
Daten für Landshut
In Landshut stammen rund 7 % der Wohngebäude aus der Zeit vor 1919 (vor 1949: 15 %) – alte Bausubstanz verlangt bei Brand- und Rußsanierung besondere Sorgfalt. In der Bayerischen Denkmalliste sind für Landshut 581 Baudenkmäler verzeichnet – bei Bränden in denkmalgeschützter Bausubstanz ist denkmalgerechtes Vorgehen Pflicht.
Quelle: Zensus 2022 (Statist. Bundesamt) · BLfD Denkmalliste · zur Orientierung
Weitere Leistungen in Landshut
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