- Klare Etappen statt ungeordneter Einzelschritte
- Feuchtewerte als belastbare Entscheidungsbasis
- Schutz angrenzender Bereiche früh mitdenken
- Zugang über enge Wege einplanen
Wasserschaden-Sanierung in Regen
In Regen liegt der nächste Hochwasser-Pegel an der Schwarzer Regen rund 8.2 km entfernt; ein 100-jährliches Starkregen-Ereignis bringt hier bis zu 128 mm in 24 Stunden – umso wichtiger ist nach einem Wasserschaden schnelle, dokumentierte Trocknung.
Zu Beginn wird die Restfeuchte geprüft, damit Umfang und Reihenfolge der Wiederherstellung belastbar eingeordnet werden können. Wenn eine Sanierung nach Wasserschaden für Regen geplant wird, helfen diese Angaben bei der ersten Einordnung des Aufwands.
Der erste Schritt: gut vorbereitet
Beim Hochwasser im August 2002 erreichte der Pegel Lohmannmühle am Kleinen Regen einen Wasserstand von 178 cm. Regen gehört zum Landkreis Regen in Niederbayern.
Für eine erste Planung lässt sich der Ablauf in Etappen gliedern: Zuerst werden betroffene Räume und Schadensgrenzen abgeglichen, danach folgen Feuchtemessung, Einordnung der Restfeuchte und die Abstimmung der Arbeitsbereiche. Wichtig ist auch, wie Zugänge zu engeren Bereichen organisiert werden, etwa bei schmalen Fluren, Kellerräumen oder kritischen Durchgängen. Zusätzlich werden Materialführung, Schutzmaßnahmen für angrenzende Zonen und die Reihenfolge einzelner Schritte geklärt. So bleibt der Aufwand nachvollziehbar und die Abstimmung zwischen Messung, Freigabe und Ausführung übersichtlich. Für die Einordnung helfen Angaben zu betroffenen Flächen, Zugangswegen und dem Zustand nach der Trocknung.

Das bringt eine geordnete Vorbereitung
Eine klare Reihenfolge spart Schnittstellen und richtet sich nach dem Schadensbild Ihrer Räume.
- Feuchteursache zuerst eindeutig eingrenzen
- Befall und Randbereiche getrennt bewerten
- Reinigungsschritte sauber dokumentieren
- Freigabe nach Abschluss klar festhalten
- Trockenwerte vor Oberflächenarbeiten abgleichen
- Untergrundzustand getrennt beurteilen
- Teilflächen und Gesamtbild zusammen denken
- Sichtbare Übergänge früh vermeiden
Ablauf der Wiederherstellung
Fünf Schritte vom geprüften Estrich bis zum verlegten Belag – koordiniert und nachvollziehbar.

Schaden zuerst dokumentieren
Betroffene Flächen, sichtbare Folgen und der Zustand nach der Trocknung werden für den Versicherungsablauf festgehalten. - Fotos und Messwerte sammeln

Umfang mit Versicherung abgleichen
Die vorgesehenen Sanierungsbereiche werden mit den relevanten Unterlagen und der Schadensbeschreibung abgestimmt. - Abgrenzung der Maßnahmen klären

Freigegebene Arbeiten festlegen
Nach der Klärung werden nur die bestätigten Leistungen und betroffenen Bereiche verbindlich eingeordnet. - Freigabestatus eindeutig notieren

Wiederherstellung geordnet ausführen
Die Sanierung erfolgt abschnittsweise nach bestätigtem Umfang und unter Berücksichtigung enger Zugänge. - Reihenfolge der Arbeiten beachten

Abschluss sauber dokumentieren
Zum Ende werden ausgeführte Schritte, Endzustand und Abnahme nachvollziehbar festgehalten. - Unterlagen für Abschluss bündeln
Diese Angaben erleichtern die Einordnung
Drei kurze Angaben genügen für eine erste, fundierte Rückmeldung.
- Fotos der betroffenen Flächen bereithalten
- Restfeuchte und Trocknungsstand notieren
- Zugänge über enge Bereiche vorab klären
Wovon der Aufwand abhängt
Die Einschätzung entsteht qualitativ aus den Projektparametern – nicht aus pauschalen Annahmen.
Qualitativ – ohne PreisangabenGrundlagen
- Größe der betroffenen Flächen
- Restfeuchte im Untergrund
- Zustand von Putz und Boden
- Schutz angrenzender Bereiche
- Materialführung durch enge Zugänge
- Dokumentationsbedarf im Ablauf
Schimmelsanierung
- Ausmaß des sichtbaren Befalls
- Tiefe betroffener Schichten
- Abgrenzung angrenzender Bereiche
- Reinigungs- und Feinreinigungsaufwand
- Mess- und Kontrollschritte
- Dokumentation der Sanierung
Tapeten & Anstrich
- Stabilität des Untergrunds
- dokumentierte Trockenwerte
- Spachtel- und Vorbereitungsaufwand
- Anzahl sichtbarer Übergänge
- Gesamtfläche von Wand und Decke
- notwendige Beschichtungslagen
Kontrolliert geführt, sauber getrennt
Schutzmaßnahmen halten genutzte Räume sauber, während gearbeitet wird.

Möbel und Bodenflächen entlang der Materialwege werden sorgfältig abgedeckt.
Der Zugang zu täglich genutzten Räumen wird während der Arbeiten nutzbar gehalten.
Staub- und Lärmbelastung werden durch abgestimmte Abschnitte möglichst gering gehalten.
Am Ende jedes Arbeitstags wird ein sauberer Zustand der genutzten Bereiche hergestellt.
Schutzschritte und ausgeführte Abschnitte werden nachvollziehbar festgehalten.
Was häufig gefragt wird
Unterlagen zur ersten Einordnung senden
Bitte senden Sie Fotos, betroffene Räume und den Stand der Trocknung.
Daten für Regen
Der nächste amtliche Hochwasser-Pegel ist Zwiesel Schwarzer Regen an der Schwarzer Regen, rund 8.2 km entfernt. Ein 100-jährliches Starkregen-Ereignis bringt hier statistisch rund 128 mm Niederschlag in 24 Stunden (KOSTRA-DWD-2020) – ein Maß für die örtliche Starkregen- und Überflutungsgefahr.
Quelle: LfU/HND Bayern (Pegel) · DWD KOSTRA-DWD-2020 · zur Orientierung
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