- Betroffene Flächen sauber erfassen
- Restfeuchte getrennt bewerten
- Schutzbedarf früh berücksichtigen
- Zeitfenster eindeutig festlegen
Wasserschaden-Sanierung in Kempten (Allgäu)
In Kempten (Allgäu) liegt der nächste Hochwasser-Pegel an der Iller rund 0.7 km entfernt; ein 100-jährliches Starkregen-Ereignis bringt hier bis zu 140 mm in 24 Stunden – umso wichtiger ist nach einem Wasserschaden schnelle, dokumentierte Trocknung.
Zu Beginn werden Arbeitsfolge, Freigaben und betroffene Flächen abgestimmt, damit Rückbau und Wiederherstellung ohne unnötige Unterbrechungen ineinandergreifen. Der Aufwand hängt dabei vor allem von Restfeuchte, Oberflächenzustand, Schutzbedarf und der Reihenfolge einzelner Sanierungsschritte ab. Wenn eine Wasserschadensanierung in Kempten (Allgäu) ansteht, helfen diese Angaben bei der ersten Einordnung.
Gut vorbereitet zur Ersteinschätzung
Das Pfingsthochwasser 1999 verursachte im Illertal von Sonthofen bis Neu-Ulm erhebliche Schäden, wobei etwa 500 Hektar besiedelte Flächen überflutet wurden und ein Gesamtschaden von rund 60 Millionen Euro entstand. Kempten (Allgäu) ist eine Mittelstadt in Schwaben.
Für eine erste Planung lässt sich der Ablauf in mehrere Etappen gliedern: Zuerst werden betroffene Bereiche, Schutzbedarf und Zugänge eingeordnet, danach folgen Feuchtebewertung, Reihenfolge der Arbeiten und die Abstimmung der einzelnen Arbeitszonen. Relevant sind dabei nicht nur sichtbare Schäden, sondern auch Restfeuchte, der Verlauf der Trocknung und die Frage, welche Flächen nacheinander freigegeben werden können. Ebenso wichtig sind Laufwege, mögliche Lagerpunkte und abgestimmte Zeitfenster, damit Nutzung und Sanierungsarbeiten sauber koordiniert bleiben. Auf dieser Grundlage wird der Aufwand nachvollziehbarer und die Angebotsbasis besser eingrenzbar.

Das bringt eine geordnete Vorbereitung
Eine klare Reihenfolge spart Schnittstellen und richtet sich nach dem Schadensbild Ihrer Räume.
- Wand- und Deckenflächen abstimmen
- Ausbauzustand vollständig aufnehmen
- Fotos für Abgleich nutzen
- Arbeitsschritte logisch staffeln
- Belagsart genau festhalten
- Übergänge zu Bestandsflächen prüfen
- Muster und Nachweise sichern
- Untergrundzustand gesondert bewerten
So läuft die Wiederherstellung ab
Fünf Schritte vom geprüften Estrich bis zum verlegten Belag – koordiniert und nachvollziehbar.

Beschädigten Putz entfernen
Lose oder durchfeuchtete Schichten an Wand und Decke werden bis zum tragfähigen Untergrund zurückgenommen. - Schadgrenzen sauber freilegen

Untergrund grundieren und festigen
Die freigelegten Flächen werden vorbereitet, damit neue Lagen gleichmäßig haften und spätere Unterschiede minimiert werden. - Saugverhalten vorher ausgleichen

Neuen Putz auftragen
Anschließend wird der Wand- oder Deckenputz passend zum Aufbau wiederhergestellt und in der richtigen Schichtdicke angelegt. - Aufbau an Bestand anpassen

Flächen spachteln und glätten
Nach dem Anziehen werden Unebenheiten geschlossen, damit eine ruhige und einheitliche Oberfläche entsteht. - Übergänge exakt ausarbeiten

Anstrich oder Tapete herstellen
Zum Abschluss erfolgt die Endoberfläche durch Beschichtung oder Wandbelag, abgestimmt auf den vorhandenen Zustand. - Schlussbild mit Bestand angleichen
Diese Angaben erleichtern die Einordnung
Mit wenigen präzisen Hinweisen können wir den Fall einordnen.
- Fotos vom Schadensbild bereithalten
- Stand der Trocknung kurz notieren
- Zugänge und Zeitfenster vorab abstimmen
Wovon der Aufwand abhängt
Die Einschätzung entsteht qualitativ aus den Projektparametern – nicht aus pauschalen Annahmen.
Qualitativ – ohne PreisangabenGrundlagen
- Größe der geschädigten Flächen
- Restfeuchte und Trocknungsverlauf
- Schutzmaßnahmen entlang der Laufwege
- Anzahl der Arbeitsphasen
- Abstimmung der Zugangszeiten
Raum-Komplettsanierung
- Umfang von Putz und Anstrich
- Zustand angrenzender Oberflächen
- Dokumentationsaufwand je Raum
- Reihenfolge mehrerer Arbeitsschritte
- Abgleich mit vorhandenem Ausbau
Bodenbeläge
- Art des vorhandenen Belags
- Untergrund und Aufbauhöhe
- Anschlüsse an Nachbarflächen
- Muster zur Materialzuordnung
- Aufwand für Flächenangleichung
Kontrolliert geführt, sauber getrennt
Schutzmaßnahmen sorgen dafür, dass genutzte Räume sauber bleiben.

Möbel, Böden und Laufwege werden vor Arbeitsbeginn abgedeckt. So bleiben transportbedingte Spuren in bewohnten Bereichen möglichst gering.
Zugänge zu wichtigen Räumen werden im Ablaufplan freigehalten. Dadurch bleibt die tägliche Nutzung auch während einzelner Arbeitsphasen abgestimmt möglich.
Am Ende jedes Arbeitstags wird ein sauberer Zwischenzustand hergestellt. Das reduziert Staubbelastung, ordnet Materialwege und erleichtert die weitere Nutzung.
Wichtige Fragen vorab
Sanierungsablauf zuerst besprechen
Vor einem Angebot steht ein kurzes Gespräch zur Einordnung.
Daten für Kempten (Allgäu)
Der nächste amtliche Hochwasser-Pegel ist Kempten an der Iller, rund 0.7 km entfernt. Ein 100-jährliches Starkregen-Ereignis bringt hier statistisch rund 140 mm Niederschlag in 24 Stunden (KOSTRA-DWD-2020) – ein Maß für die örtliche Starkregen- und Überflutungsgefahr.
Quelle: LfU/HND Bayern (Pegel) · DWD KOSTRA-DWD-2020 · zur Orientierung
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